Inhalte der Ausbildung

Wochenstunden
(Eine Unterrichtsstunde entspricht 45 Minuten)

1. Ausbildungsjahr

2. Ausbildungsjahr

3. Ausbildungsjahr

Hauptfach

2

2

2

Nebenfach (Klavier)

1

1

1

Ensemblespiel / Recording

6

6

6

Fachkonsultation

4

4

4

Musiktheorie/Harmonielehre

1

1

1

Gehörbildung

1

1

1

Komposition / Arrangement

1

1

1

Schauspiel

1

1

1

Sprecherziehung

1

1

1

Musikkunde

1

Tanz

1

1

1

Instrumentenkunde, Pädagogik

1

1

1

Musikmanagement

1

Musik-Elektrotechnik

1

Deutsch/Kommunikation

1

1

1

Englisch

1

1

1

Gemeinschaftskunde

1

1

1

Die Lerninhalte der Ausbildung im Überblick

Kern der Ausbildung ist selbstverständlich das Hauptfach. Hier startet der Unterricht mit grundlegenden Themen wie Spieltechniken, Bewegungsabläufen und effektives Üben etc.
Im weiteren Verlauf werden diese erarbeiteten Fertigkeiten in verschiedenen Konzepten (Noteninterpretation, Improvisation) gefestigt und ausgebaut.

Lerninhalte sind weiterhin das Vom-Blatt-Spielen, instrumentenspezifisches Hören und Umsetzen des Gehörten, Erarbeiten verschiedener Styles aus Rock, Pop und Jazz (u.a. Latin, Metal, Fusion, Hip Hop, etc.). Der Hauptfach-Unterricht erstreckt sich über die gesamte Ausbildungszeit und beträgt pro Woche 90 Minuten im Einzelunterricht plus 90 Minuten Nachbearbeitung mit dem jeweiligen Hauptfachlehrer.

… ist ein weiterer fester Bestandteil der Ausbildung. Von Beginn an werden in verschiedenen Bands die unterschiedlichen Stilistiken von Rock, Pop und Jazz in die Praxis umgesetzt. Maßgebend hierfür ist immer der Ausbildungsstand und deine „Personality“, also deine individuellen Fähigkeiten und Interessen. Geschult werden in erster Linie das Zusammenspiel, das aufeinander Hören, Teamfähigkeit, musikalisches Einfühlungsvermögen und nicht zuletzt das Performen eigener und gecoverter Songs.

Das Recording gibt einen Einblick in die Studioarbeit: Aufnahme der Instrumente, Umgang mit der Recording-Software am PC, Effekte, Plugins, Mischen, Mastern und schließlich die Erstellung und grafische Gestaltung der CD.

Im Fach Komposition / Arrangement erlernst du gewissermaßen das musikalische ABC – in Analogie zur Sprache (Wort, Satz, Absatz, Text). Du lernst z. B. das Motiv als kleinste musikalische Sinneinheit kennen, ebenso den musikalischen Satz, das Thema, den Refrain (oder die Line), sodass du am Ende in der Lage bist, einen fertigen Song zu komponieren.

Hauptaugenmerk liegt auf der Vermittlung der so genannten „Pop-Formeln“ (einfache und erweiterte Kadenz, Blues-Schema), aber auch auf traditionellen kompositorischen Mitteln wie Themenverarbeitung und Modulation. Du lernst, wie ein Popsong aufgebaut ist (Intro, Strophe, Refrain, Bridge, Outro/ Schluss), welche Bestandteile seine musikalische Form hat (Rhythmus, Melodie, Harmonie, Tempo und Dynamik) und wie du ihn mit modernen Musikprogrammen aufnehmen und arrangieren kannst. Spätestens im Bandtrainig/ Ensemblespiel wird klar, wie gut sich deine Kompositionen (z. B. Schlager, Blues, Rock, Pop, Hip Hop, Ballade) umsetzen lassen.

Nicht nur Singen, auch das Sprechen ist im Musikbusiness von enormer Bedeutung. Ob im Interview, auf der Bühne oder als Musikpädagoge – es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck! Zum Fach Sprechtechnik gehören Themen wie: Vom Alltagssprechen zum künstlerischen Sprechen, Erfassen der Sprachwerkzeuge, der Lautqualitäten, Physiologie des Sprechens (Atem, Artikulation, Geläufigkeit, Bildung der Vokale, Bewegung der Konsonanten). Ebenso Tragfähigkeit und Durchlässigkeit der Stimme, Atem und Sprachansätze, Beherrschung der Sprachfähigkeit, Freiwerden im Ausdruck, Chorsprechen.
Das Fach Musikkunde ist als allgemeinbildendes Fach eine Mischung aus Musiktheorie, Harmonielehre und Musikgeschichte. Dabei lernst du alle musikalischen Epochen vom Mittelalter bis zur Gegenwart kennen und deren wesentliche Charakteristika (Gregorianik, Renaissance, Barock, Klassik, Romantik, Impressionismus, Expressionismus, Zwölftonmusik, Zeitgenössische Musik, Blues, Jazz, Swing, Rock ’n’ Roll und Beat bis hin zu den Stilistiken der Popularmusik), nicht zu vergessen ihre Bezüge zur Zeitgeschichte (Kriege, Erfindungen, Kulturentwicklung). Die wichtigsten Komponisten sollen anhand von typischen Hörbeispielen erkannt werden können. Ebenso lernst du in der Formenlehre das Wichtigste über musikalische Formen wie Lied, Rondo, Sonatenhauptsatzform, Toccata, Fuge, Messe, Ouvertüre, Sinfonie, Choral und verschiedene Tanzformen (Marsch, Polka, Walzer, Ländler) anhand von repräsentativen Noten- und Hörbeispielen.
Im Fach Instrumentenkunde lernst du (abgesehen von den Kenntnissen über das eigene Instrument) die gesamte Palette aller gängigen Instrumente kennen, auch wie sie einzuordnen und einzusetzen sind (Aerophone, Chordophone, Idiophone, Membranophone, Elektrophone) bis hin zum Aufbau eines Orchesters. Ebenso bekommst du Kenntnisse über die menschlichen Stimmlagen vermittelt (mit ungefährem Tonumfang) und Grundkenntnisse der Akustik. Transponierende und nicht transponierende Instrumente sollen zumindest auf der Basis einer Partitur erklärt werden können.

Im Neben-/Pflichtfach steht die „Mutter aller Instrumente“ im Zentrum – das Klavier. Mit diesem Instrument verschaffst du dir den Überblick über bestimmte musikalische Abläufe und Zusammenhänge, es „unterstützt“ dich beim Komponieren deiner eigenen Songs und macht dich zum Allround-Musiker – ganz gleich, welches Hauptfach du belegst.

Der Nebenfach-Unterricht erstreckt sich ebenfalls über die gesamte Ausbildungszeit und beträgt pro Woche 45 Minuten im Einzelunterricht.

Das Fach „Fachkonsultation“ hat immer unmittelbar mit dem jeweiligen Hauptfachach zu tun und ist keinesfalls als Hausaufgabe, Hausfleiß oder Übungsstunde zu verstehen. Es ist die Weiterführung des vermittelten Wissens zum großen Teil in der Praxis. Die Schüler haben hier die Möglichkeit, den Lehrer zu speziellen Problemen oder Unklarheiten zu befragen und sich darüber auszutauschen.
Das Fach Instrumental-/ Gesangspädagogik bereitet auf den Beruf des/der Lehrers/Lehrerin an Musikschulen oder anderen Ausbildungsstätten für Musikberufe und den des selbstständigen Musiklehrers/der selbstständigen Musiklehrerin vor. Grundlage hierfür sind der praktische Unterricht mit den Kindern unserer Musikschule sowie didaktisch-methodischer Unterricht, der die Vermittlungskompetenz fördern soll.

Neben der intensiven künstlerischen Ausbildung wird im Fach Instrumental-/ Gesangspädagogik eine fundierte pädagogische Ausbildung vermittelt.

Die fächerübergreifende musikpädagogische Ausbildung besteht aus wissenschaftlichen und praktischen Fächern. In den wissenschaftlichen Fächern Instrumental-/ Gesangspädagogik, Musikkunde, Instrumentenkunde wird das theoretische Rüstzeug vermittelt, um professionell und selbstständig im Beruf agieren zu können. Durch den praktischen Unterricht mit unseren Musikschülern wird ein enger Praxisbezug hergestellt.

Die Abschlussprüfung im Fach Fach Instrumental-/ Gesangspädagogik besteht aus einem theoretischen Teil und dem praktischen Unterricht mit den Kindern unserer Musikschule.

Als Musiker / Sänger steht man immer in der Öffentlichkeit und auf der Bühne. Von daher sollte man nicht nur seinen Part abspielen, sondern performen! Dazu gehört, dass man sich gut artikulieren, bewegen und ausdrücken kann.  In der Performance wird die Intention schließlich in eine eigene Bühnen-Kreation verwandelt. Das Spielen in Projekten gehört selbstverständlich auch dazu.
In unserem Ballettsaal werden die grundlegenden Tanztechniken für Jazz- und Modern Dance gelehrt, um nach der Ausbildung auf der Bühne eine „gute Figur“ zu machen. Im Zentrum stehen dabei die Entwicklung der tänzerischen Grundhaltung des Körpers, die Herausbildung differenzierter Muskelempfindungen für koordinierte Bewegungsabläufe, die Verbesserung der Beweglichkeit des gesamten Körpers, die Schulung der Bewegungsauffassung und eine den körperlichen Anforderungen entsprechende Kraftentwicklung. Dabei wird eine ganz spezielle Art der Körperbeherrschung und des Körperverständnisses vermittelt, deren Ziel es ist, die eigene Anatomie zu kontrollieren.